Bewusster Leben: Warum immer Plastik? Geht es auch mit weniger???

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Wir nutzen diesen Rohstoff fast täglich, doch gibt es auch gute Alternativen – ein paar möchte ich hier aufzeigen und für mehr Bewusstsein zum Umgang mit dem Rohstoff Öl und dem Umgang mit der Natur sorgen…


Als erstes möchte ich mich dem Thema Plastik widmen.

Was ist das Problem an Plastik?

Plastik wird aus Rohöl produziert, ein Rohstoff mit dem wir viel zu gedankenlos umgehen und uns oft garnicht über die Herkunft solcher Produkte oder deren Inhaltsstoffe wie Weichmacher oder gar Bisphenol A Gedanken machen. Am Besten lest ihr euch mal die verlinkte Wikipedia-Seite ein wenig durch, die Inhaltsstoffe von Plastik sind im Körper nachweisbar.
Hier möchte ich keine großen Reden schwingen und stattdessen gleich mit einem Video starten:

Video: Plastiktüten ersticken die Welt

http://www.youtube.com/user/Zweckkind
www.youtube.com-user-Zweckkind
http://twitter.com/Zweckkind

Ausschnitt aus "Global", Februar 2010

Über den Dominoeffekt von Plastiktüten
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Webseite zum Film "Plastik-Planet"
http://www.plastic-planet.de

YouTube-Kanal von Plastik-Planet:
http://www.youtube.com/user/PlasticPlanetMovie

.

Doch wie kann ich einen Teil dazu beitragen?

1. Coffee to go

Wer kennt das am Morgen nicht? Die Schlange beim Bäcker oder an einem Kiosk ist lang – jeder will seine tägliche Portion „Hallo wach“ Kaffee.
Doch muss dieser denn immer in einem neuen Kaffeebecher sein, der nach dem einmaligen Gebrauch sofort weggeschmissen wird?
Ich finde NEIN! Und hier muss ich sagen geht eine mir nicht so sehr beliebte Fastfoodkette namens McDonalds einen sehr sehr guten Weg.
Und das Gute dabei: Als Kunde kann man sogar noch etwas sparen.

Jeder McDonnals, in dem auch ein McCafé betrieben wird, verkauft auch die McCafé Cups – das sind Themobecher aus Edelstahl mit Branding – zwar sind der Deckel auch hier Kunststoff – aber das sehe ich hier nicht so eng, da der Becher ja vielfach verwendet werden kann.
Wenn ich das jetzt richtig im Kopf habe, kostet der Becher 5,99 Euro – ist das schon ein super Preis. Der Clou kommt aber beim Kauf, denn für nur 50 Cent mehr bekommt man den Thermobecher das erste Mal gefüllt mit einem Kaffee seiner Wahl.
Positiv: Schmale Bauweise, somit passt er in alle mir bekannten Auto-Becherhalter
Negativ: Der Verschluss ist nicht zu 100% dicht, liegend im Rucksack transportieren würde ich meinen Kaffee darin daher nicht

Mir persönlich ist zwar mein Bodum Thermobecher lieber, der ist allerdings im Preis bereits deutlich teurer.
Positiv: Bessere Verarbeitung, der Verschluss hält dicht
Negativ: Höherer Preis, breite Form (Passt z.B. nicht in die Halterungen in Skoda-Fahrzeugen)

Die Auswahl an Thermobechern ist allerdings genau so vielfältig wie der Preis auch.
Macht euch daher selbst einen Überblick über das Angebot im Markt

Es lohnt sich den Thermobecher mit warmen Wasser etwas auf Temperatur zu bringen, damit nicht gleich der Inhalt abkühlt.

2. Einkaufen mit Korb oder Tragetasche

Wir sind bequem geworden, jeder Supermarkt bietet Tragetaschen aus Kuststoff an. Teilweise noch kostenlos, teilweise gegen neun bis 20 Cent.
Doch warum ist das nötig? Jeder von uns hat sicher einen Rucksack oder einen Korb zu Hause.
Mitnehmen zum Einkaufen und verwenden – ein kleiner Beitrag die Umwelt zu schonen und den Verbrauch an Rohöl zu mindern.

Auch hier möchte ich von Supermärkten berichten, die hier mit gutem Beispiel voran gehen:
– Kaufland, gehört zwar zu den Discountern, bietet aber auch Stofftragetaschen an. Ganz ohne Aufdruck und schlicht für ca. einen Euro.
– REWE (am Beispiel München) bietet auch Stofftragetaschen an. Diese sind zwar teurer, da sie ca. zwei bis drei Euros kosten, haben dafür aber auch ein schönes Münchener Motiv darauf. Ich find sie toll.

Ich bin seit kurzem allerdings oft mit einem Einkaufskorb unterwegs – begonnen hat es durch ein tolles Geschenk.
Fürs Theaterspielen bekamen wir alle einen gefüllten Carrybag XS „Bavaria“ von Reisenthel – hier nochmals einen herzlichen Dank dafür.
Da mir dieser so gut gefallen hat, aber für den Einkauf doch sehr sehr klein ist, habe ich mir den größeren Carrybag noch geholt.
Männer und Einkaufskörbe – warum denn nicht. Ich steh dazu und trage so ein kleines Stück zur Vermeidung von Plasikmull bei.

3. Abgewogenes Obst und Gemüse

In den Supermärkten, in denen das Obst und Gemüse selbst abgewogen werden muss, gibt es immer Spender mit sehr dünnen Plastiktaschen.
Hier möchte ich die Verwendung nicht generell verteufeln, aber warum müssen den einzelne Stücke auch in diese Plastiktüten? Das Etikett lässt sich auch direkt auf das Produkt kleben oder man nimmt dies dann einfach so mit an die Kasse.

4. Getränke in Einweg-PET-Flaschen

Die Industrie hat in den letzten Jahren immer mehr die Mehrwegflasche aus dem Sortiment verdrängt.
Ja, die Flaschen wiegen nahezu nichts und werden meist vor Ort gepresst, damit sie beim Rücktransport nicht zu viel Platz verbrauchen.
Warum aber kaufen wir z.B. Getränke, die teilweise aus anderen Ländern kommen?

Beispiel stilles Mineralwasser:
Jeder kennt die Werbung für ein ach so tolles stilles Mineralwasser aus Vulkangestein – ja die Rede ist von Volvic.
Dieses Wasser stammt aus Frankreich, wird dort abgefült und zu uns transportiert – warum???
Haben wir kein gutes Wasser vor Ort? Doch, sogar direkt im Haus.
Wer seinen Leitungen nicht traut oder dem der Kalkgehalt zu hoch ist, der kann eventuell auf Filter zurückgreifen.
Oder sagt ihr etwa sogar „Leitungswasser trink ich nicht“, nutzt es dann aber zum Nudeln kochen – schon mal darüber nachgedacht?!

Wir haben die Wahl, karren wir unser Mineralwasser über Ländergrenzen hinweg, kaufen lokal oder nutzen das Leitungswasser.
Am Kostengünstigsten kommt das Leitungswasser, wenn man gerne stilles Wasser trinkt.
Vom Kostenpunkt her lohnt sich das selbst sprudeln nicht – zumindest nicht mit den kleinen Gaspatronen der Hersteller.

Video: 3SAT Mineralwasser Verbot PET Flaschen