135 km im Mittelrheintal: Rhine on Skates 2014

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Vor zwei Jahren hätte ich wohl jeden für verrückt erklärt, der mir gesagt hätte, dass ich an einem Tag mal 135 km mit den Inline Skates fahren würde.
Am 30. August war es nun aber so weit – Rhine on Skates 2014!

Ankunft am Freitag

Mit dem Auto ging es für uns um ca. 10:00 in München los. Unterwegs wurde ich dann mit eingeladen und wir starteten voll durch in Richtung Rüdesheim.
Dank der guten Organisation von Tom warteten dort bereits drei Ferienwohnungen für zehn Personen.
Da wir die ersten aus der Münchener Gegend waren, vertrieben wir uns die Zeit nach dem Einkaufen mit einer Wanderung zum Niederwalddenkmal.
Am Abend ging dann das große Familientreffen los – so kann man das allmählich nennen, wenn man immer mehr in die Szene der Skater rutscht ;-).
Leckeres Essen und nette Unterhaltungen bei einem guten Glas Wein oder Bier im „Da Toni“ so fängt das Wochenende doch schon mal schön an.

Samstag

Fährenfahrt bei LorchFür 9:00 Uhr war der Start in Rüdesheim geplant. Am Startplatz bekam man schon einen sehr guten Eindruck was uns heute erwarten würde – viele Verrückte sind auf alle Fälle dabei :-). Nach den obligatorischen Hinweisen auf Deutsch und Englisch, denn Rhine on Skates ist eine internationale Veranstaltung, rollte die Masse dann um ca. 9:15 Uhr los. Es finden sich zum Beispiel auch Teilnehmer aus den Niederlanden oder Schweden im Feld.

Nach den ersten 13 km kamen wir in Lorch an. Mit der Fähre geht es dann von hier aus über den Rhein, um dann auf der linken Rheinseite ab Niederheimbach weiter zu skaten.

Über Bacharach und Oberwesel geht es dann weiter nach St. Goar. Hier findet die erste Verpflegungspause mit Wasser, Äpfeln und Bananen statt, damit wir wieder gut gestärkt in die nächste Etappe starten können. Diese führt uns dann weiter nach Bad Salzig, Boppard, Spay, Rhens und Koblenz-Stolzenfels zum Oberwerth-Stadion in Koblenz.
Immer wieder Burgen am Rhein...Nach nun ca. 65 km werden wir mit Nudeln mit vegetarischer Soße, Kaffee, Kuchen und Mineralgetränken versorgt.
Die dritte Etappe führt uns zunächst ans Deutsche Eck.
Mit der Pfaffendorfer Brücke kreuzen wir erneut den Rhein, wodruch wir nun wieder Rheinaufwärts auf der rechten Seite unterwegs nach Braubach, Osterspai, Filsen, Kamp-Bornhofen und Kestert nach St. Goarshausen-Wellmich zur nächsten Wasser- und Vitaminpause sind.
Nachdem wir nun alle wieder gestärkt waren ging es an die letzte Etappe – es wird allmählich unangenmehm in den Skates zu stehen. Gut, dass es dann „nur“ noch gut 30 Kilometer bis ins Ziel sind.
Diese letzte Etappe führt uns durch die Orte St. Goarshausen, Kaub, Lorch und Assmannshausen zurück zum Start und Ziel Rüdesheim, welches wir dann um 20:35 erreicht haben.

Sammelstopp ;-)Eine absolut geniale Tour mit vielen verrückten Leuten, die einfach Spaß macht. Der Straßenbelag ist wunderbar, Sahneasphalt oder Black Ice beschreiben die Beschaffenheit hier ideal. Die zwei Steigungen bei Rhine on Skates haben wir mit ca. 16 km/h genommen – dies allein bedeutet schon ein deutlich höheres Tempo als bei der AOK Blade Night in München – hier liegt die Geschwindigkeit bei ca. 13-15 km/h.
Auf der sehr ebenen Strecke waren bei Windschattenfahrten allerdings dauerhaft Geschwindigkeiten zwischen 25 und 30 km/h möglich – so macht Skaten richtig Spaß!

Am Start war ich mir nicht sicher ob ich die Tour wirklich komplett schaffen würde. Durch die Sicherheit der Besenbusse und der S-Bahn am Rhein hatte ich mir allerdings ein Ziel gesetzt: Fahre wie bei der BR Radltour und den anderen Skattouren deine Kilometer selber – du bist nicht zum Busfahren gekommen. Gesagt und getan! Fertig aber total glücklich kam ich im Ziel an! :D

Hihi, das hab ich erst nach dem Einbinden gesehen: Auf dem Standbild des Videos bin ich mit drauf :-D

Weitere schöne Fotos gibts auf der offiziellen Rhine on Skates Seite im Rückblick 2014.

Sonntag

River JumpNach der fordernden Tour am Samstag standen noch zwei Anbstecher auf dem Plan. Zum Einen zog es uns nach dem Abbrechen der Zelte nach Offenbach, denn dort sollte der sogenannte River Jump stattfinden. Ja und hier wirds wirklich verrückt, denn manche Skater, denen bei den Temperaturen noch nicht kalt genug waren sprangen dann dort über eine Rampe in den Main.

Nach dem Spektakel wollten wir noch nach Rothenburg ob der Tauber, was allerdings im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser fiel.
Alles in Allem war es ein geniales Wochenende. Danke an Tom für die Organisation und alle anderen die dabei waren – immer wieder schön mit euch auf Tour zu sein!