Blutspende: Der wertvolle Lebenssaft

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In Kürze stehen bei uns im Landkreis wieder Spendentermine, organisiert und durchgeführt vom Blutspendedienst München, an.
Warum wird gespendet? Was erwartet einen Spender?

Warum spenden?

Ob bei Operationen, nach Unfällen mit hohen Blutverlusten oder sogar bei Leukämie – der Lebenssaft wird regelmäßig in den Kliniken benötigt. Ein großer Teil der Blutkonserven wird zur Behandlung bei Krebserkrankungen eingesetzt. Eine künstliche Herstellung von Blut ist nicht möglich, wodurch man auf die Blutspenden angewiesen ist.
Neben der Vollblutspende gibt es auch die Möglichkeit einer Plasmaspende oder Thrombozytenspende. In diesem Beitrag werde ich allerdings nur auf die Vollblutspende eingehen.

Wie läuft die Vollblutspende ab?

1. Der Tag der Spende

Am Spendentag sollte ausreichend getrunken und gegessen werden, von zu fetten Gerichten sollte aber abgesehen werden. Ein stabiler Kreislauf ist die Grundvoraussetzung für die Spende.

2. Anmeldung

Zur Blutspende wird mindestens ein Lichtbildausweis benötigt, ohne diesen kann man nicht zur Spende zugelassen werden. Wer bereits als Spender registriert ist, erhält durch die Blutspendedienste einen Blutspende-Ausweis auf dem die Spenderdaten, die Blutgruppe und die bisherigen Spendentermine festgehalten werden.
Nach der Anmeldung erhält jeder Spender einen Fragebogen, der wahrheitsgemäß ausgefüllt werden muss. Zudem wird der Blutdruck, der Puls und der Hämoglobin-Wert gemessen. Diese Angaben werden im Anschluss mit einem Arzt durchgesprochen – ist nun kein Ausschlussgrund vorhanden, so kann es zur eigentlichen Spende weitergehen.
Da die Hämoglobin-Messung durch einen Stich in die Fingerkuppe erfolgt, finde ich diesen Teil als den unangenehmsten.

3. Die Spende

Jetzt wirds erst – meiner Meinung nach ist der schlimmere Teil aber bereits überstanden, der Stich mit der großen Nadel des Spendersets ist nicht so schmerzhaft wie man sich das vielleicht vorstellen mag. Da in den Fingerspitzen mehr Nervenenden liegen als in der Armbeuge, in der jetzt die Nadel sitzt, kann der Lebenssaft jetzt endlich fließen. Bevor aber die ca. 500 ml Blut für die Spende in den Beutel wandern, wird noch ein Laborset abgenommen, dies dient dann im späteren Verlauf der Blutanalyse.
Die Spende selbst findet auf Liegen in einer angenehmen Position statt, zur Unterstützung kann man Knetbewegungen mit der Hand durchführen um den Blutfluß zu fördern.
Jede Spende kann bis zu 42 Tage aufbewahrt werden. Aus den Spenden entstehen verschiedene

4. Ruhezeit

Nach der Spende sollte man sich ein wenig Ruhe gönnen, dazu wird man meist an die Seite gesetzt und noch ein wenig beobachtet, da vereinzelt Kreislaufprobleme auftreten können, wenn den Tag über zu wenig gegessen oder getrunken wurde – aber es ist ja immer medizinisches Personal im Raum :-)

5. Stärkung

Nach der Ruhezeit darf man nun den Raum mit der Spendenquittung wieder verlassen und bekommt im Aufenthaltsraum Getränke und Snacks. Hier ist die Auswahl meist nicht nur auf Wasser oder Cola beschränkt. Oft finden sich Butterkekse auf den Tischen. In dieser Zeit führt man oft auch noch sehr nette Gespräche mit anderen Spendern. Als kleines Dankeschön erhält man dann ein kleines Fresspaket für die Spende.

6. Nach der Spende

Für diesen Tag ist nun eher Ruhe angesagt. Der Körper hat ca. einen halben Liter weniger Blut zur Verfügung. Dieser wird schnell durch das Blutsystem wieder ausgeglichen, schwere Belastungen oder hohe Anstrengungen durch Sport sind an diesem Tag allerdings Tabu.
Die meisten Spender werden Wiederholungstäter, das gute Gefühl geholfen zu haben aber auch die ca. eine Stunde Zeit in einer netten Atmosohäre trage gewiss einen guten Teil dazu bei.

Welchen Vorteil habe ich durch eine Spende?

  • Das gute Gefühl helfen zu können
  • Das Blutsystem wird gestärkt
  • Studien zeigen auch, dass das Risiko für Herinfarkte oder Schlaganfälle gemindert wird
  • Das Blut wird im Labor auch auf Infektionskrankheiten wie Hepatitis B und C, HIV und Lues untersucht. Sollte das Blut Auffälligkeiten zeigen, so wird man benachrichtigt, dass man doch beim Hausarzt weitere Untersuchungen machen sollte.
  • Wenn man selbst Hilfe benötigt ist durch den Spenderausweis bereits die Blutgruppe samt Rhesus- und Kell-Faktor bekannt.

Was entsteht aus meinem gespendeten Blut?

Aus dem Vollblut entsteht durch zentrifugieren zum einen das Erythrozytenkonzentrat, zum anderen wird das Blutplasma durch diesen Vorgang getrennt und separat verwendet. Das Erythrozytenkonzentrat ist die im allgemeinen bekannte Blutkonserve.

Wann und wo kann ich spenden?

Termine im 20-25 km Umkreis um Pfaffenhofen bis zum Jahresende:

  • Blutspendedienst München
    • 20.11.2013 15:30 – 19:45, Mittelschule Wolnzach
    • 22.11.2013 15:30 – 19:45, Grundschule Baar-Ebenhausen
    • 25.11.2013 15:30 – 19:45, Grund- und Mittelschule Pfaffenhofen
    • 26.11.2013 15:30 – 19:45, Grund- und Mittelschule Pfaffenhofen
    • 03.12.2013 15:30 – 19:45, Grund- und Mittelschule Reichertshausen
    • 09.12.2013 15:30 – 19:45, Grundschule Petershausen
    • 13.12.2013 16:00 – 19:45, Grundschule Röhrmoos
    • 23.12.2013 15:00 – 19:45, Grundschule Markt Indersdorf
  • BRK Blutspendedienst
    • 25.11.2013 17:00 – 20:00, Volksschule Kühbach
    • 29.11.2013 16:00 – 20:00, Schule Karlshuld
    • 12.12.2013 16:00 – 20:00, BRK-Zentrum Schrobenhausen
    • 13.12.2013 16:00 – 20:00, BRK-Zentrum Schrobenhausen

Zusätzlich direkt beim Blutspendedienst München:
Gesundheitshaus
Dachauer Str. 90
80335 München
Mo-Mi 12:00 – 19:00
Do 13:00 – 15:00
Fr 8:00 – 15:00
1./3. Sa 9:00 – 14:00

Video: Es war einmal Das Leben 05 Blut Ganze Folge

Heute begeben wir uns mit unseren drei Freunden Globus, Hemo und Globine auf eine lange Reise, eine Reise durch den Blutkreislauf. Die Blutkörperchen haben die Aufgabe, Sauerstoff zu den Zellen zu transportieren und die Abfälle, das Kohlendioxyd, mitzunehmen in die Lunge. Hemo mag Kohlendioxyd überhaupt nicht; davon bekommt er immer "Beklem-mungen". Es geht ihm besser, als er über den kleinen Kreislauf schließlich in die Lunge kommt.